Fitmacher für die grauen Zellen?

Omega-3-Fettsäuren, B-Vitamine oder bestimmte Pflanzenfarbstoffe sollen das Gehirn leistungsfähig halten. Was ist an diesen Aussagen dran?

Im Juni 1976 bekamen mehr als 170.000 Krankenschwestern in den USA Post aus der altehrwürdigen Ostküsten-Metropole Boston. „Unsere Forschungsgruppe an der Harvard Medical School führt eine Studie zu einer bedeutenden Angelegenheit der Öffentlichen Gesundheit durch – ob es langfristige Gesundheitseffekte verschiedener Formen der Verhütung gibt“, hieß es in dem Brief. Dem Anschreiben lag ein zweiseitiges Formular mit einer Liste von Fragen bei: zu früheren und aktuellen Erkrankungen der Empfängerinnen, zu ihrem Zigarettenkonsum, dazu, ob sie sich die Haare färbten (und falls ja: wie oft) und natürlich zu den Methoden, die sie nutzten, um nicht ungewollt schwanger zu werden. Mehr als 120.000 von ihnen füllten die Bögen aus und sandten sie zurück.

Das war der erfolgreiche Auftakt zu einem Langzeitprojekt, das bis heute fortbesteht – der „Nurses’ Health Study“. Alle zwei Jahre bekommen die Teilnehmerinnen einen neuen Fragebogen zugeschickt. Die gesundheitlichen Folgen der Pille stehen gegenwärtig nicht mehr im Fokus. Stattdessen suchen die Forschenden allgemein nach Faktoren, die bei Frauen das Risiko von schweren Erkrankungen wie Krebs, Diabetes oder Alzheimer erhöhen – oder die umgekehrt dafür sorgen, dass sie körperlich und geistig fit bleiben. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei ihrer Ernährung. So machen die Befragten seit 1980 auch detaillierte Angaben zu ihren Essgewohnheiten.

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